Siegelring aus Gelbgold mit Halbedelstein - Lapislazuli - 18 Karat

Siegelring - 18er Gold und Halbedelstein

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Siegelring aus 18er Gold mit Halbedelstein: wie man wählt

Ein Siegelring ist nicht nur ein breiter Ring mit glatter Fassung. Mit einem Halbedelstein besetzt, ändert er sein Aussehen: Die ebene Fläche weicht einer gewölbten, polierten Cabochon-Fassung, die das Licht anders bricht als eine glatte Goldfassung. Die Wahl hängt von drei konkreten Kriterien ab: der Art des Steins, dem Goldgehalt und der Fassung, die ihn im täglichen Gebrauch schützt.

Jaspis, Karneol, Lapislazuli: drei Steine, drei Einsatzmöglichkeiten

Der Jaspis ist eine undurchsichtige Chalcedonart, hart (etwa 7 auf der Mohshärte), was ihn wenig anfällig für Kratzer durch den täglichen Gebrauch macht: Kontakt mit Griffen, Schlüsselbünde, anderer Schmuck an der gleichen Hand. Seine Farbe variiert von ziegelrot bis braun je nach den in der Formation vorhandenen Eisenoxiden.

Der Karneol ist ebenfalls ein Chalcedon mit einer Härte von etwa 7 und zeichnet sich durch seine orangerote bis durchscheinend rote Farbe aus. Bereits die Handwerker des alten Ägypten nutzten ihn zum Gravieren von Siegeln: Das Material ist dicht und homogen und lässt sich ohne Ausbruch in Hohlform bearbeiten, anders als spröderere Steine.

Der Lapislazuli ist weicher (5 bis 5,5 auf der Mohshärte) und deutlich brüchiger als die beiden vorherigen. Er ist ein metamorphes Gestein von tiefblauer Farbe, das seit über 6.000 Jahren in den Minen von Badachschan in Afghanistan abgebaut wird: Aus diesem gleichen Lager stammte das Ultramarinpigment, das die Maler der Renaissance verwendeten. Bei einem Siegelring erfordert diese relative Brüchigkeit eine geschlossene Fassung und sorgfältigere Pflege als bei Jaspis oder Karneol.

18er Gold: Was sich durch den Goldgehalt konkret ändert

18er Gold enthält 750 Tausendstel reines Gold, der Rest ist eine Legierung aus Kupfer, Silber oder Palladium je nach gewünschtem Farbton (Gelb, Weiß oder Rosé). In Frankreich wird dies durch den Adlerkopf-Prägestamp kontrolliert, der seit 1838 für alle neu verkauften 18er Goldringe obligatorisch ist. Bei gleichem Gewicht widersteht ein 18er-Gold-Ring der Verformung besser als ein 9-Karat-Modell (375 Tausendstel), das auf dem anglo-amerikanischen Markt häufiger ist, aber bei der Verwendung weicher wird. Dieses Kriterium ist besonders wichtig bei einem Siegelring, der ständig getragen und Stößen ausgesetzt ist.

Gefasster Siegelring oder massiv goldener Siegelring ohne Stein: zwei unterschiedliche Konzepte

Ein massiver Goldring ohne Stein setzt auf die Gravur des Chaton (Initialen oder Ornamentmotiv) und auf die Schlichtheit des Goldvolumens. Die gefasste Version lenkt die Aufmerksamkeit auf den Stein selbst: seine Farbe, seine Maserung, manchmal seine Symbolik. Die Wahl zwischen den beiden ist nicht nur ästhetisch: Ein Siegelring ohne Stein verträgt Frontalstöße besser, während ein Cabochon-Stein an der Kante anfällig bleibt, daher ist die Fassung wichtig.

Geschlossene oder offene Fassung: was den Stein schützt

Zwei Fassungen dominieren bei dieser Art von Schmuck. Die geschlossene Fassung umgibt den Stein mit einem durchgehenden Goldband: Sie schützt die Kante und ist besonders für Lapislazuli geeignet, dessen geringe Härte direkte Stöße nicht gut verträgt. Die offene Krappenfassung lässt mehr Licht durch den Stein dringen und ist besser für Jaspis oder Karneol geeignet, die widerstandsfähiger gegen Verschleiß sind. Bei einem täglich getragenen Siegelring ist die Fassung genauso wichtig wie die Wahl des Steins für die Haltbarkeit des Schmucks.

Größe und Form: Herren-Siegelring oder Damen-Siegelring

Der Fingerumfang wird in Millimetern gemessen und in die französische Ringgröße umgerechnet. Herren-Siegelringe liegen meist zwischen den Größen 58 und 64, mit einer breiteren Platte, oft 14 bis 18 mm, um eine größere Hand visuell auszugleichen. Damen-Modelle liegen zwischen den Größen 50 bis 56, mit einem Cabochon, der normalerweise schmäler ist (8 bis 12 mm), um nicht auf die Nachbarfinger überzugreifen. Diese Richtwerte ersetzen nicht die Anprobe: Ein Siegelring sollte bequem sitzen, da ein zu breiter Ring im Laufe des Tages natürlicherweise nach innen rutscht.

Ist die Ultraschallreinigung bei einem gefassten Stein nicht empfohlen?

Ja, besonders bei Lapislazuli. Die Vibrationen können einen Cabochon-Stein leichter lockern als einen facettierten Stein, der von Krappen gehalten wird. Ein weiches, leicht feuchtes Tuch reicht für die regelmäßige Reinigung von Jaspis und Karneol. Parfüme, Haarlacke und Cremes, die direkt auf den Stein aufgetragen werden, beeinträchtigen die Politur mit der Zeit, besonders auf einer gewölbten Oberfläche, die ständig exponiert ist.

Für wen eignet sich ein Siegelring mit Halbedelstein

Dieses Format eignet sich für alle, die einen erkennbaren Schmuck suchen, ohne auf Gravur zurückzugreifen: Die Farbe und Maserung des Steins reichen aus, um den Schmuck von einem klassischen massiven Goldring zu unterscheiden. Jaspis und Karneol eignen sich für den täglichen Gebrauch ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen; Lapislazuli erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, bietet aber einen tiefen Blauton, den keine der anderen beiden Steine reproduziert. Zwischen einem Herren-Siegelring mit breiter Platte und einem Damen-Siegelring mit schmalerer Platte bleibt die Wahl des Cabochon nebensächlich im Vergleich zur Härte des Steins in Bezug auf die geplante Tragefrequenz.

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